Monatsarchiv: Juni 2011

Der zerbrochene Stock

Natürlich, es gibt Unruhen in Nordafrika, seit Monaten – im Grunde seit Jahren. Die "DieLinke" erkennt Antisemitismus sogar in den eigenen Reihen, kaum dass Duisburger Parteiplakate  im ganzen Land bekannt wurden. Und erledigt das Problem auf eine Weise, von der die eigenen Leute sagen, sie sei demokratiefern.

Die Hilfe für Griechenland wird wohl per Dauerauftrag gelöst – dafür steht vermutlich demnächst jedem Bundesbürger ein Gratisurlaub am Mittelmeer ins Haus.

Was ist das alles aber neben den Problemen direkt vor der Haustür? Im Rahmen frühfeministischer Gewaltbereitschaft wurde Joschis Stock mit brachialer Gewalt zerstört.

Annika, Lioba und Lola waren Zeugen. Und in einem Akt geschwisterlicher Liebe und Hilfsbereitschaft hat Annika einen neuen Stock besorgt. 

Schöne Pfingsten. 

Land unter im Loch?

Unser Stadtteil ist heute nacht von einem heftigen Gewitter heimgesucht worden. Etwa gegen 04:00h wurden vermutlich nicht nur die Initiatoren dieser Seite aus dem Schlaf gerissen. Meteorologen hatten ja schon gewarnt, dass die Gewitter kräftig ausfallen könnten, aber muss das mitten in der Nacht passieren?

 in Land unter im Loch?Das "Loch" gehört übrigens zum Überschwemmungsgebiet des Schwarzbachgrabens. Was ein Überschwemmungsgebiet ist, kann man z.B. hier bei der Bezirksregierung nachlesen. Die Folgen für die Anwohner sind unter anderem in § 78 des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) geregelt und nicht so schön: Es gibt Veränderungssperren im Baurecht und selbst das Erhöhen oder Vertiefen der Erdoberfläche und das Anlegen von sog. "Baum- und Strauchanlagen" ist nur sehr eingeschränkt zulässig.

Ärgerlich ist auch, dass es für Hauseigentümer Probleme beim Abschluss einer sog. Elementarschäden-Versicherung gegen Überschwemmungen geben kann. So erheben manche Versicherungen deutliche Zuschläge, wenn sich das zu versichernde Objekt in einem ausgewiesenen Überschwemmungsgebiet befindet. Andere Versicherungen verweigern sogar den Schutz gegen Überschwemmungsrisiken.

Abgesehen von diesen formalen Problemen gibt es natürlich auch ein ganz reales: Überschwemmungsgebiete werden nicht ohne Grund als solche ausgewiesen und heißen auch nicht ohne Grund so. Zwar meint die Statistik, dass eine reale Überschwemmung unseres Viertels durch ein "Überlaufen" des Schwarzbachgrabens nur alle paar Jahrzehnte stattfinden dürfe. Aber auch das sollte ausreichen, um kritisch zu hinterfragen, wo die Ursachen für die Überschwemmungsgefahr liegen und wie das Risiko minimiert werden kann.

Einige Anwohner haben bereits den ambitionierten "Kampf gegen das Wasser" aufgenommen. Vielleicht können hier noch mehr Erfahrungsberichte und Hintergrundwissen über Ursachen, Folgen und Ideen zu möglichen Gegenmaßnahmen gesammelt werden (dazu kann die Funktion "Kommentar schreiben" bzw. "Hinterlasse eine Antwort" genutzt werden).